Benetton

Die Modemarke Benetton ist eine der bekanntesten Labels weltweit. Gegründet wurde es 1965 in Italien von der Unternehmerfamilie Benetton, genauer gesagt Luciano Benetton dem 1935 geborenen Modedesigner und Vorsitzenden der Marke Benetton, Gilberto, Carla so wie Giulia Benetton. Rocco Benetton, der 1967 geboren wurde, ist als Manager und Geschäftsleiter des Formel-1-Teams Benetton bekannt und auch mit Flavio Briatore geschäftlich verankert, da dieser der Mode Manager bei dem Team ist.

Die Marke Benetton ist mittlerweile in ungefähr 120 Ländern mit mehr als 5000 Filialen vertreten. Die Gesamtproduktion liegt bei 115 Millionen Stück im Jahr und sorgt so mit den ungefähr 10.000 Mitarbeitern für einen Jahresumsatz von 1,8 Milliarden Euro. Das Kerngeschäft liegt bei Benetton im Bekleidungssektor, sodass sich vier unterschiedliche Labels gebildet haben.
United Colors Of Benetton steht für Casualwear, das Label Sisley ist eher Fashion-orientiert, Killer Loop kreiert Streetwear und Play Life entwirft und gestaltet Bekleidung für die Freizeit.

Trotz dessen steht Benetton für den italienisch geprägten Stil, der sowohl klassisch, stilvoll als auch modeorientiert ist und gleichzeitig als ideale Alltags- als auch Freizeitmode fungiert. Auch für Kinder entwirft Benetton Mode, die gute Resonanzen bekommen hat, nicht nur aufgrund des guten Preis- Leistungsverhältnisses.

Vor allem steht die Marke Benetton für außergewöhnliche, manchmal provokante als auch empörende Werbekampagnen. Schon immer sorgte das Label für viel Gesprächs- und Diskussionsstoff bei den Mitbürgern.
Zum Beispiel warb Benetton mit einer ölverschmutzten Ente in Großformat oder mit dem Problem der Kinderarbeit, gepaart mit nur dem Logo der Marke United Colors Of Benetton.
Die Aufregung um die Plakate führte Benetton sogar bis vor das Zivil-Gericht, das vorerst ein Werbeverbot aussprach. Dieses wurde jedoch später aufgehoben, da diese Verbote die Presse- und Meinungsfreiheit der Modemarke beeinträchtigten.

Unbeeindruckt geht Benetton den eingeschlagenen Weg weiter und selbst die jüngste Werbekampagne, die links einen betenden tibetischen Mönch und rechts einen betenden chinesischen Soldaten zeigt, die sich einander zuwenden und über deren Köpfe Victim (also Opfer) geschrieben steht, soll nicht als politische Meinungsäußerung sondern als Botschaft für den Frieden verstanden werden.
Genauso straight und mutig wie das Unternehmen selbst soll die Mode wirken. Seid Jahren an der Spitze wird Benetton noch für einige Aufregung sorgen.